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Auf deutschen Sparkonten sieht es gut aus. Nie hatten die Bundesbürger mehr Bankeinlagen als Anfang 2015. Und das, obwohl das Geld dort schon lange keine nennenswerte Rendite mehr abwirft. Insgesamt 1,909 Milliarden Euro parken die Deutschen der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge auf Grio-, Tages- oder Festgeldkonten. Auch die anhaltende Niedrigzinsphase schient der Sparnation Deutschland den Spaß am Geldhamstern nicht nehmen zu können. Mit rund 64 Prozent legen fast zwei Drittel der Bundebürgers regelmäßig etwas zurück, weitere 26 Prozent würden sich als Gelegenheitssparer bezeichnen. Nur 9 Prozent sparen gar nicht. Das geht aus der repräsentativen Forsa-Umfrage “Sparerkompass 2015 (hier als PDF)” hervor.

Einfallslos scheint ein Großteil der deutschen Sparer jedoch bei der Wahl des Anlageprodukts. Hier zeigt sich Resignation. Attraktive Anlageprodukte sind auf dem deutschen Finanzmarkt rar. Daher lagern die meisten Sparer ihr Geld unverzinst auf dem Girokonto. Andere investieren in Bausparverträge oder Lebensversicherungen. Ein Teil des deutschen Kapitals vergammelt schlecht verzinst auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten oder wird zuhause verwahrt. An riskante Anlageprodukte wie Fonds und Aktien wagen sich nur wenige heran. Und auch das Festgeld hat aufgrund der überschaubaren Rendite an Reiz verloren – zumindest, wenn man die Angebote deutscher Banken vergleicht. Anders hingegen sieht es im europäischen Ausland aus. Hier locken Geldinstitute wie die bulgarische First Investment Bank mit Zinsätzen von bis zu 2,75 Prozent aufs Festgeld.

Diesen Umstand machen sich Finanzdienstleister aus dem Internet zunutze, die deutsche Anleger mit ausländischen Banken zusammenbringen. Einer dieser Anbieter ist die Online-Plattform Weltsparen.de, die in Kooperation mit der Frankfurter MHB-Bank seit Ende 2013 als Vermittler für Festgeldkonten im Ausland auftritt. Die Idee, Sparkunden an Banken im europäischen Ausland zu vermitteln, fußt neben dem attraktiven Zinsangebot vor allem auf der europäischen Einlagensicherung. Diese garantiert privaten Anlegern die Sicherheit ihrer Rücklagen durch nationale Sicherheitsfonds. Jeder EU-Mitgliedstaat ist demnach verpflichtet, für die Einlagen privater Bankkunden bis zu einer Höhe von 100.000 Euro zu haften. Im Falle einer länger anhaltenden Niedrigzinsphase auf dem deutschen Geld- und Kapitalmarkt stellen Auslandssparoptionen somit eine attraktive Alternative dar.

Euro 2015

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